Fachgerecht Leinwand aufspannen

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Wie Sie Leinwand fachgerecht auf einen Keilrahmen aufspannen

Wenn sich Sie entscheiden keinen fertig bespannten Keilrahmen mit Leinwand im Großmarkt zu kaufen, sondern Sie wollen ein eigens ausgewähles Maltuch aufspannen, dann entrollen Sie diese Leinwandmeterware auf dem flachen Fußboden.

Bevor Sie nun die Leinwand fachgerecht aufspannen können, muss das Maltuch auf die passende Größe zugeschnitten werden. Legen Sie hierzu den vorgesehenen Keilrahmen auf die Meterware. Schneiden Sie die Leinwand so ab, dass rings um den Keilrahmen noch ca. 10 cm Malertuch überstehen.

Gleichmäßig die Leinwand spannen Die Leinwand gleichmäßig spannen

Der klassische Malgrund für Ölgemälde, aber auch für Acryl und Gouache sind Keilrahmen mit Leinwand bespannt und seitlich mit breitköpfigen Nägeln fest genagelt oder heutzutage meist getackert. Der seitliche Leinwand-Rahmen zeigt die Befestigungen dann deutlich sichtbar. Wesentlich leichter lassen sich Keilrahmen mit Leinwand bespannen, wenn die Maltuchbefestigung auf der Rahmenrückseite erfolgt. Dies hat außerdem den Vorteil, dass Malfläche und Seitenkanten als Maluntergrund ohne Nagelköpfe oder Klemmen genutzt werden können und eine spätere Präsentation, wie es häufig bei modernen Gemälden zu sehen ist, ohne einen zusätzlichen Bilderrahmen erfolgen kann.

Im Fachhandel für Maler- und Künstlerbedarf finden Sie sogenannte Spannzangen, die das Stretchen des Stoffs erleichtern, um eine überall gleichmäßige Oberflächespannung der Leinwand zu erreichen.

Spannen Sie erst den Bildmittelpunkt des Maltuchs über die Mittelachsen der vier Seiten. Zuvor sollten Sie all Ihre Werkzeuge so in Reichweite legen, dass diese Ihnen auf allen Bildseiten leicht zur Verfügung stehen. Achten Sie immer darauf, das Maltuch gleichmäßig aufzuziehen und nicht zu überdehnen, wenn Sie das Leinwandtuch spannen.

Der Bildmittelpunkt sollte soweit unter Sannung stehen, dass eventuelle Falten im Leinentuch nicht mehr zu sehen sind, der Stoff aber nur so festgespannt ist, dass er noch auf Druck nachgibt. Es ist äußerst wichtig, dass Sie das Gewebe nicht überspannen, da sich alle Leinengewebe bei dem späteren Grundieren nochmal zusammenziehen. Zu fest aufgespannte Leinwandrahmen beginnen sich dann dialonal zu verziehen. Sie müssten abgespannt und neu aufgezogen werden, was bei verzogenen, fertig grundierten Leinen nicht immer gelingt.

Nachdem das Zentrum des Leinwand-Rahmens gespannt ist, fixieren Sie die vier Eckpunkte vorläufig mit der gleichen Zugstärke. Achten Sie hierbei besonders darauf, dass die Gewebestruktur (Kette und Schuss) parallel zum Holzrahmen verläuft. Das gesamte Viereck ist jetzt provisorisch befestigt. Nun beginnen Sie die erste Längsseite von der Mitte her zu einer Ecke hin in etwa 8 cm - 10 cm großen Abständen zu befestigen, immer die Gewebestruktur beachtend und auch immer mit einem leichten Zug zur Ecke hin, deren provisorische Fixierung unter Umständen korrigiert werden muss. Anschliesend spannen Sie die gegenüberliegende Längsseitenhälfte. Danach die restliche Hälfte dieser Längseite zur anderen Ecke hin und dann die gegenüberliegende Längsseite. Nun beginnt der gleiche Arbeitsvorgang an den Kurzseiten.

Keilrahmen mit Leinwand bespannen Keilrahmen mit Reinlein bespannen

Zuletzt widmen Sie sich den Keilrahmen-Ecken und den vorläufig gespannten Leinwandeckpunkten. Ein abschließender gleichmäßiger Zug und dann ein sauberes Umlegen des Leinentuchs in der Bildecke, so dass die mehrfachen Stofflagen nicht allzu sichbar auftragen oder gar störend in Escheinung treten. Je weiter Sie das überstehende Tuch auf einen Eckbereich verteilen können, desto weniger dick trägt das Maltuch anschließend auf.

Egal ob Sie grobe Materialien wie kräftige Sackleinwand aufspannen, dünnes Reinleinen, Baumwolltuch mit Leinenoptik oder gängiges Malertuch wie Nessel bespannen, die Vorgehensweise beim Aufziehen von Stoffen auf Keilrahmen ist dieselbe, einzig die Spannung, welcher die unterschiedlichen Tuchmaterialien standhalten können, ist etwas verschieden.

Als Leinwandmeterware eignen sich besonders Reinleinen, Baumwollgewebe, Baumwollgewebe mit Leinenoptik und Nesselleinwand zum Bespannen von Malrahmen. Eine fachgerechte Grundierung des Maltuchs ist nun der nächste Schritt, bevor Sie mit dem Malen auf der selbst aufgespannten Leinwand beginnen können. Die Keilrahmen lassen sich in den Ecken mit Hilfe von Spannkeilen noch nachspannen, doch sollte dies vor den Grundieren noch nicht notwendig sein.

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